¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

Berichte von 04/2013

23April
2013

Was eigentlich gar keinen Eintrag wert wäre...

Wie die Überschrift schon sagt, das Folgende ist eigentlich gar keinen Eintrag wert, denn es ist während der letzten Tage und Wochen absolut nichts Spannendes bzw. "Eintragswürdiges" geschehen.
Mein Arbeitsalltag hat sich seit dem Abflug meiner Eltern nicht verändern; der einzige Unterschied besteht darin, dass es zur Zeit etwas mehr Arbeit gibt, da mein Mitfreiwilliger Josef gerade seinen Urlaub nimmt und mit seiner Schwester in Richtung Salta reist. Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass es sehr viel mehr Aufwand ist, es kostet einfach nur mehr Zeit, wenn eine Person nicht anwesend ist.

Bezüglich des Wetters gibt es eigentlich nur so viel zu sagen: Die Morgende sind wirklich (für mich) wahnsinnig angenehm, meist ist es schon etwas kühler (ca. 12-15 °C), aber die Sonne scheint auch von morgens bis in die Abendstunden hinein. Über den Tag hinweg wird es dann wieder heißer und während der Siesta ist es immer noch angenehmer, sich im schattigen Haus zu verkriechen und vielleicht sogar etwas zu schlafen. Denn tatsächlich gewöhnt man sich sehr (vielleicht sogar zu) schnell daran, nachmittags ein Schläfchen zu halten. Ich bin mal gespannt, ob ich in der Lage bin, diese Tradition in Deutschland aufrecht zu erhalten (bislang zweifel ich daran noch, aber ich bin ja noch nicht wieder Daheim).

A propós "Daheim". In der nächsten Woche bin ich bereits 8 (!!!) Monate hier und ich kann immer nur wiederholen, dass die Zeit rennt. An manchen Tagen hat man das Gefühl, dass der Nachmittag einfach nicht vorbeigehen will, doch in den meisten Momenten wird mir (teils sogar mit einem unguten Gefühl im Magen) bewusst, dass der Großteil meiner Zeit hier bereits rum ist. Und das bei so viel unguten Gefühlen, die ich vor meinem Abflug hegte...
Nun, was gibt es sonst noch zu sagen? In letzter Zeit kreisen meine Gedanken auch oft mal um das bevorstehende Studium (und auch wenn es "nur" noch drei Monate sind, finde ich das doch etwas ZU früh) und ob ich auch die richtige Entscheidung treffe/getroffen habe. Ich kann mir mittlerweile auch sehr gut vorstellen, mich im Bereich Behindertenarbeit zu engagieren, aber das lässt sich mit dem Studiengang "Soziale Arbeit" auch problemlos kombinieren. Ich bin sehr beeindruckt von der Umgangsart und dem Arbeitsverhältnis des Personals im Casa 5 und ich bin mir sicher, dass die Chicos des Casa 5 ein familiengleiches Verhältnis zueinander und zu den Angestellten dort entwickelt haben. Das macht die Arbeit dort zu einem unvergesslichen Erlebnis für mich, denn auch ich fühle mich (auch wenn es nur eine begrenzte Zeit ist) als Teil der Gruppe und somit auch als Teil der Familie des Casa 5.
Nun, jetzt habe ich doch mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte...Aber gut, ich hoffe, dass es interessant für Euch war und Ihr immer mal wieder einen Blick in meinen Blog werft, auch wenn er nicht ständig aktuell ist. Aus erster Hand weiß ich, dass meine Patentante Maria sich (an dieser Stelle schöne Grüße an Dich, Gerwin und den Rest der Familie) tagtäglich erkundigt, ob ich schon etwas Neues zu berichten hatte (was auch die annähernd 3500 Klicks erklärt, die ich bereits gesammelt habe).

Also, ich wünsche Euch allen eine schöne Woche und viele tolle Erlebnisse und freue mich schon jetzt auf den nächsten Eintrag, in dem ich hoffentlich auf ein neues Thema eingehen kann. Lachend

Liebste Grüße von Weither, Ines

07April
2013

Ein Wiedersehen und zweieinhalb unvergessliche Wochen

Moin!
Also, nun ist ja bereits wirklich viel Zeit vergangen, seitdem ich das letzte Mal meinen Blog aktualisiert habe. Das lag natürlich daran, dass am 21. März meine Familie hier in Córdoba aufgeschlagen ist. Was ich nun genau von all dem erzähle, was ich mit ihnen erlebt habe, wird sich wahrscheinlich während des Schreibens herausstellen. Also einfach mal abwarten...
Am 21. kamen also mein Papa, meine Mama und mein kleiner Bruder Markus in Córdoba auf dem Flughafen an. Besser gesagt: Wir (meine Gastfamilie, Pater Adrian und ich) kamen an und warteten nun darauf, dass endlich die Ladung des entsprechenenden Fluges ankündigte. Dann endlich - freundenstrahlend und mit Tränen in den Augen - lagen wir uns in den Armen. Es war ein sehr schönes Wiedersehen.
Am Sonntag, den 24. dann brachen wir zu unserer Reise nach Salta auf. Dort wurden wir in einem Redemptoristenkloster beherbergt und machten zahlreiche Touren durch den Norden Argentiniens. Über eine Art Highway (Ruta 40 genannt), der vom Norden Argentiniens bis ganz in den Süden von Patagonien geht (ca. 4900 km lang) fuhren wir durch wunderbare Berglandschaften und Kakteenwäler. Es war wahnsinnig schön und ist - wie wir wieder und wieder festellten - auf den Fotos einfach nicht so festzuhalten.
Unsere zweite Tour ging noch weiter in den Norden über Jujuy und Purmarmaca, dann den höchsten Punkt (ca. 4500 m über dem Meeresspiegel, wenn ich mich recht erinnere) in Richtung der Salzseen "Salinas Grandes". Dann weiter nach Humahuaca - dem spannenden Indianerdorf - in dem sich die Märkte von Selbstgemachtem von Zeit zu Zeit zu übertreffen versuchen. Dort habe ich mich auch mit reichlich Klamotten, Rucksäcken, Etuis und einem MATE ausgestattet. Ja, endlich habe ich mir auch einen Mate (und vor kurzem auch eine passende Thermobox aus Aguasho gekauft; so nennt sich der Stoff, der überall dort in allen möglichen Farben und Formen gekauft werden kann).
In der zweiten Woche fuhren wir dann nach Mina Clavero, einem Ort hinter den Bergen von Córdoba (ca. 4 Studen Fahrt von Villa Allende aus), der einen sehr ruhigen Eindruck machte (nach dieser verrückten Ferientag-Osterwoche). Wir bummelten ein bisschen quer durch die Läden und shoppten ein paar Souveniers.
Heute morgen dann, hieß es Abschied nehmen. Aber so lang ist es nun ja gar nicht mehr (knapp 4 Monate). Außerdem genieße ich die Zeit hier so sehr, dass sie im Flug vergeht. Auch das sagte ich ja bereits schon des Öfteren.
Das war's nun auch von mir; ich bin des Schreibens müde.

Dafür gibt es Fotos (JA, endlich wieder Fotos):

Sata - La lindaMarkus und Mamaso viel zu kaufen!die Kathedrale von Saltadas weite Nichts in Richtung Cachidie Ruta 40die Quebrada de las Conchasder Berg der sieben Farben (Cerro de Siete Colores)die Salzwüsten..

Ciao und auf Wiedersehen Mama, Papa & Markus und alle anderen natürlich auch!