¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

Berichte von 06/2013

30Juni
2013

3. Bericht für RVM

Grüße aus Córdoba von der Blogfront!

Jonas und ich sind heute morgen heil wieder in Córdoba eingetroffen und haben einen schönen Tag gemeinsam mit meiner Gastfamilie verbracht. Fotos folgen noch, versprochen! Nun noch etwas Lesematerial; gerade habe ich meinen dritten Jahresbericht für RVM zuende geschrieben. Viel Spaß beim Lesen Lachend

3. Jahresbericht für RVM von Ines Dieckmännken                                                 30/06/2013

In circa einem Monate beende ich meinen einjährigen Freiwilligendienst in Argentinien.
Für mich stecken einige nennenswerte Aspekte hinter dieser Aussage; diese werde ich im Folgenden näher erläutern. 
Chronologisch beginne ich mit zuerst mit dem immer näher kommenden Abschied. Meiner Gastfamilie, meinen Arbeitskollegen, den chicos, meinen Freunden, der Gemeinde von Villa Allende und all den bekannten Gesichtern, all ihnen werde ich auf vorerst unbestimmte Zeit “Auf Wiedersehen!” sagen. Und dass es mir nicht leicht fällt darüber nachzudenken, ist zuweilen eine Bestätigung all dessen, was ich in den letzten zehn Monaten mit all diesen Menschen teilen durfte. Manchmal kommt mir der spontane Wunsch in den Sinn, einfach durch das berühmte “Hintertürchen” verschwinden zu wollen, um mich dem bevorstehenden Abschied zu entziehen. Doch ich glaube, dass der Abschied – nach der so herzlichen Willkommenheißung wie ich sie in dieser Zeit erlebt habe – ein Teil dieser einmaligen Erfahrung sein muss. Bestimmt nicht der Schönste oder Fröhlichste, aber ohne Zweifel ein wichtiger Abschnitt des Erlebten, der unter anderem zu einer endgültigen Reflexion anregt. 
Diese Reflexion der vergangenen Zeit folgt als zweiter Aspekt meiner zu Beginn genannten Aussage. Vorrangig steht die Frage: Was genau hat mir dieser Dienst gegeben? Meine Antwort darauf ist, dass ich keine genaue Antwort habe. Es gab und gibt unzählig viele Erfahrungen, die mir durch dieses Jahr zuteil geworden sind. Ich glaube, dass mich jede einzelne dieser Erfahrungen in einer ganz bestimmten Weise bereichert hat. Plump gesagt habe ich sowohl positive als auch negative Erfahrungen durchlaufen, die eine intensive Prägung hinterlassen haben. 
Der nächste Aspekt, der sich aus meiner Aussage ergibt, bezieht sich auf den Blick nach vorne in Richtung “neuer Lebensabschnitt”. Die Rückkehr nach Deutschland und die dortige Wiedereingewöhnung werden sicherlich noch die ein oder andere interessante, verwirrende und nicht zuletzt lustige Begegnung hervorrufen. 
Die Unterschiede beider Länder im Hinblick auf die Umgangsart, beziehungsweise generell auf die Lebensweise sind groß, sodass interkulturelle Konflikte fast immer eine konkrete Folge darstellen (wenn auch erst einmal nur gedanklich). Ich befinde diese “Konflikte” als ausdrücklich positiv, da sie zu einer Vergrößerung meines Blickwinkels und damit zu mehr interkultureller Kompetenz führen. 
Durch das Jahr in Argentinien kann ich nun differenziert die Vor-und Nachteile meines Heimat-bzw. Gastlandes betrachten. Folgend kann ich selbst feststellen, welche konkrete Facette der jeweiligen Kultur besser zu meinen eigenen Konzepten und Ideen passt und diese stärker in meinen Alltag zu integrieren versuchen. 
Der neue Lebensabschnitt wird außerdem von meinem Studium geprägt sein. Grundlegend hat sich an meinen Plänen diesbezüglich nichts verändert, mit der Ausnahme, dass das zunächst unsicher geglaubte Terrain der Arbeit mit andersbefähigten Menschen nun zunehmend sicherer und auch reizvoller für mich geworden ist. Ich kann mir nun sehr gut vorstellen, mich beruflich in diesem Bereich weiterzubilden. Dank des Casa 5 und dem damit verbundenen täglichen Kontakt mit den Bewohnern (der sich über die Zeit immens gesteigert hat) habe ich nun einen neuen Zweig der “Sozialen Arbeit” für mich entdeckt, der mir enorm viel Gutes aufzeigt und viele positive Emotionen freisetzt. 
Abschließend folgt der emotionale Aspekt meiner Grundaussage, der momentan noch von Diversion geprägt ist. Einerseits freue ich mich auf meine deutsche Heimat, andererseits möchte ich mein Leben in Argentinien nicht hinter mir lassen; noch weniger ohne ein festgelegtes Datum meiner Rückkehr. Ich werde wohl sprichwörtlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge in die Heimat fliegen. Welche Emotion letztlich überwiegt oder ob sie gleichgewichtig sein werden, vermag ich noch nicht zu sagen. 
Fakt ist (und damit auch abschließende Bemerkung), dass mich Argentinien und insbesondere die Menschen Vorort unglaublich wichtige Dinge gelehrt und mit ihnen gemeinsam erfahren lassen haben, für die ich sehr großen Dank empfinde. 
!Mil gracias queridos, ojalá que volvamos a vernos rapidísimo! 
Ciao Ines

25Juni
2013

Sent to Germany: Ein paar kalte Sonnenstrahlen aus Mendoza!

Wir wollten es direkt einmal ausnutzen, dass unser Hostel in Mendoza auch Internetzugang hat und euch wissen lassen, dass es uns hier gut geht (Jonas und Ines). 
Gestern morgen sind wir hier nach 16 Stunden Busfahrt angekommen und das Hostel hat uns auf Anhieb gefallen. Sehr schoenes, jugendliches Ferienfeeling, so haben wir das gern. Gestern sind wir erst etwas die Stadt erkunden gegangen und haben uns danach die Angebote hier in Mendoza angesehen.
Heute sind wir durch den riiiiesigen Park San Martin gelaufen (haben aber glaube ich nur einen Bruchteil davon gesehen). Dort herrscht lebhafter Autoverkehr, was man in einem Naturpark sonst ja nicht unbedingt oft sieht. Gleichwohl, es gibt ein paar sehr schoene Flecken, die sich auch bei gefuehlten 10 ªC Lufttemperatur im Schein der Sonne fuer eine ausgiebige Siesta eignen. Jonas hat sich zum Empanada-Fan entwickelt (allerdings gefallen ihm die fritierten Empanadas aus Buenos Aires besser als die aus dem Ofen, woran mag das liegen?)
Morgen machen wir eine organisierte Trekking-Tour, die von unserem Hostel organisiert wird. Ausserdem geht es ans Berg-Abseilen und danach folgt ein Sprung in die heissen Thermen Mendozas. Wir duerfen gespannt sein.

Das zu unserem bisherigen Aufenthalt in Mendoza, hoffentlich geht es euch allen gut!

Bis bald dann,

die Urlaubscrew

Jonas & Ines

(Bilder folgen spaeter ;-)) 

22Juni
2013

Ein paar winterliche Gruesse aus Buenos Aires!

Hallo ihr Lieben!

Heute morgen um 7 Uhr bin ich endlich in Argentiniens Hauptstadt angekommen (nach 10 Stunden Busfahrt und einem etwas zerknirschten Ausstieg) und habe mich erstmal auf den Weg zum Hostel gemacht. Buenos Aires gefaellt mir immer noch nicht wirklich, aber immerhin ist es dieses Mal (aufgrund des Wochenendes will ich vermuten) nicht ganz so menschenueberfuellt. Das Viertel, in dem sich das Hostel befindet, habe ich auch schon ewas ausgekundschaftet und nun bleibt es mir eigentlich nur, darauf zu warten, dass es abend wird und ich meinen Bruder Jonas vom internationalen Flughafen abholen kann. Sonst bleibt mir fuers Erste auch nichts mehr zu sagen. Das Wetter ist kuehl und der Himmel bewoelkt, aber es koennte auch ein deutscher Sommertag sein...Hahah, das musste jetzt sein!

Also bald gibt es mehr, wenn wir von unserer Reise zurueck sind! Bis bald, haltet die Ohren steiff!

Ines

01Juni
2013

Schon Juni...

Hallo ihr eifrigen Blogleser (die, die ich nach dieser langen Pause noch habe)

Erstmal muss ich mich dafür entschuldigen, dass ein ganzer Monat vergangen ist, ohne dass ich mich hier über meinen Blog gemeldet habe. Aber ich hatte einfach nichts zu erzählen. Leider kann ich nicht behaupten, dass das heute anders wäre. Die letzten Wochen waren wirklich sehr unspektakulär und doch hat mich das Datum des heutigen Tages daran erinnert, dass es vielleicht gar nicht so schlecht wäre, mal wieder ein bisschen was von mir und meinem argentinischen Leben hören zu lassen. 
Juni - es ist tatsächlich schon Juni. Das bedeutet nicht nur, dass mein großer Bruder Jonas mich in knapp 3 Wochen für zweieinhalb Wochen besuchen kommt, sondern auch, dass ich in 2 Monaten selbst wieder in meine deutsche Heimat zurück kehren werde. Die Zeit kommt mir - besonders jetzt - so unglaublich kurz vor, dass es mir fast ironisch erscheint, dass ich ein Jahr anfangs für eine besonders lange Zeit gehalten hatte. 
Die letzten Wochen war ich sehr mit meiner Arbeit beschäftigt; ich habe viele neue Dinge gelernt und konnte nun sogar eine andere Freiwillige aus Frankreich etwas in unseren Tagesablauf im Casa 5 einarbeiten. Sie wird bis Mitte Juli bei uns im Casa bleiben und dann nach Österreich zurück kehren (wo sie auch studiert hat und nun arbeiten wird).

Der Kontakt nach Deutschland hat sich in der letzten Zeit merklich verstärkt, an diesem Punkt ist es für mich ja schon möglich, die Tage bis zu meiner Rückkehr herunterzuzählen. Allerdings möchte ich das zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht...Mein ganzes Leben hier in Argentinien ist eine wunderbare und unvergessliche Erfahrung und all die gelernten und erlebten Dinge hier werde ich hoffentlich mit in meine Heimat nehmen und nicht so schnell vergessen werden.

So, das wars von mir; es gibt auch noch ein paar Fotos des letzten Monats:

Konvent Lucia Casa 5 außen Mittagstisch das Essen der Chicos Martina (Köchin) und Paola

Bis ganz bald,

eure Ines