¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

06November
2012

Deutsche Traditionsküche, Alta Gracia und viel Sonne!

Hallo ins schon "frostige" Deutschland!

Bei mir sind es gerade locker 28 °C und es ist schon halb 6 abends...also kann man sich ungefähr vorstellen, wie warm es hier in der Mittagssonne wird. Da kann man sich eigentlich nur hinlegen und schlafen, wenn man denn nicht gerade arbeiten muss.

Das letzte Wochenende war total klasse! Am Samstag haben Anna, Lisa (die anderen deutschen Volunteers, für alle die, die es noch nicht wissen) und ich für meine Gastfamilie "typisch deutsch gekocht". Problem war nur, dass wir alle nicht so wirklich wussten, was denn nun überhaupt "typisch deutsches Essen" ist. Klar, die erste Reaktion der Argentinier war: Weißwurst mit Sauerkraut. Ist für mich aber nicht wirklich typisch, da ich in meinem ganzen Leben noch kein einziges Mal Weißwurst in Verbindung mit Sauerkraut gegessen habe. Mag vielleicht für Leute aus dem bayrischen Raum unvorstellbar klingen, aber bei uns im Norden ist das - glaube ich - nicht so Gang und Gebe. Darauf hin haben wir dann überlegt, was dem argentinischen Traditionsessen Asado und Empanadas gleichkommen könnte. Und wir haben tatsächlich nichts gefunden. Man kann wohl behaupten, dass so ziemlich alle Argentinier am Wochenende Asado machen oder Empanadas essen; und ein Gericht in Deutschland, das damit zu vergleichen wäre, gibt es einfach nicht.

Schlussendlich haben wir uns dann für Frikadellen (bei Anna heißen sie Bouletten; bei Lisa Fleischküchle) entschieden. Dazu wollten (!) wir Kartoffelpfannkuchen mit Zucchini und Möhren machen. Das Ende vom Lied war dann, dass wir eine Art gekochte Zucchini-Möhren-Salat-Mischung mit unseren Fleischküchle-Frikadellen-Bouletten serviert haben, dazu eine Pilz-Rahm-Sauce nach schwäbischer Art (Mischung von Knorr aus der Tüte haha). Meine Gastfamilie war aber total begeistert! (Kann natürlich auch nur Höflichkeit gewesen sein, aber wir wollen uns ja jetzt nicht unnötig schlecht reden...)

Am Sonntag dann sind wir nach Alta Gracia gefahren, einem Ort ca. 2 Stunden von Villa Allende entfernt, der unter anderem für das Che-Guevara Museum bekannt ist, außerdem für zahlreiche Seen und Flüsse, an denen man sich bequem hinsetzen und Eis, Tortilla, Dulce de Leche und Kekse essen kann; was wir natürlich auch gemacht haben. Das Che-Museum haben wir allerdings (aus einstimmiger Nicht-Interesse) außenvor gelassen.

Außerdem sind wir über die Ferías (eine Art Markt für Selbstgemachtes) gelaufen und haben dabei das ein oder andere bewundert und auch gekauft. Ich selbst habe mir eine Kette aus Keramik und einen Schlüsselanhänger aus Fruchtkernen gekauft.
Die Sonne hat mir übrigens (trotz Sonnencreme) mal wieder den Nacken verbrannt. Aber daran habe ich mich ja inzwischen gewöhnt.

Ich denke sehnsüchtig (für Euch wahrscheinlich unverständlich) an kalte Temperaturen, was ja voraus zusehen war, da man sich ja bekanntlich immer das wünscht, was man gerade nicht hat. Und ich weiß schon jetzt genau, dass ich mich wieder negativ über das nass-kalte Wetter in Deutschland auslassen und mir zeitgleich die Temperaturen aus Argentinien zurück wünschen werde.  

Liebste Grüße an Euch alle!

Ines

Hier gibts auch noch die Fotos von Samstag und Sonntag, viel Freude beim Ansehen!

unser Zucchini-Salat-Wannabe Pfannkuchen ein RIESEN Nachtfalter die Vorspeise von meinen Gasteltern hmmm Happy Halloween wünschen die uns also...