¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

21Sept
2012

Endlich mal was zu tun!

Gestern war mein erster Tag im Casa 5, dem Haus für Schwerbehinderte – mein eigentlicher Arbeitsplatz. Eigentlich hätte ich schon am Montag dort anfangen sollen, allerdings habe ich die ersten zwei Tage der Woche krank im Bett gelegen und mir dort die Zeit um die Ohren schlagen müssen.
Fazit: Totaaaal Langweilig! Stirnrunzelnd Da kam es mir gerade recht, dass ich gestern wieder
zur Arbeit konnte.


Zuerst einmal ein paar Allgemeinheiten zum Casa 5, die ich zu Beginn meines Einsatzes bekam. Es gibt ca. (die genaue Anzahl ist mir leider entfallen) 15 Jugendliche und Erwachsene, die im Casa 5 wohnen. Diese sind bis auf einzelne Ausnahmen alle auf einen Rollstuhl und Hilfspersonal angewiesen.

Klingt alles erst Mal ziemlich abstrakt – schien mir jedenfalls so.

Am Morgen des Mittwochs habe ich mich also auf den Weg ins Casa
5 gemacht, das ca. zehn Minuten Fußgang vom Casa 1 & 2 entfernt liegt. Dort
angekommen haben mich erst einmal das Pflege-und Küchenpersonal in Empfang
genommen. Im Anschluss daran musste ich mich, wie schon befürchtet, der
Standartfrageprozedur unterziehen, die da lautet: „Woher kommst du? Wie lang bleibst du? Hast du einen Freund?“. Allerdings in einem ganz anderen – viel angenehmeren – Ton als in Casa 1 und 2. Das Ambiente in Casa 5 hat mir bereits beim ersten Eindruck viel mehr zugesagt.


Nach der Vorstellungsrunde (die dieses Mal aber glücklicherweise etwas knapper ausfiel, da Josef und ich das Casa 5 schon ein oder zweimal besucht haben) machten wir uns an die Arbeit. Zuerst haben wir Martina (Chefin des Küchenpersonals) bei der Zubereitung des Mittagessens geholfen. Dann ging es ans Füttern, das erstaunlich einfach zu händeln war. Ich hätte wesentlich mehr Hemmungen im Bezug auf diese Arbeitsteile erwartet. 
Dann noch schnell den Abwasch machen…und dann war es auch schon wieder 11 Uhr; Zeit zum Aufbruch in Richtung Konvent, denn wir sind – wie jeden Mittwoch – mit Edmundo und den anderen Padres zum Mittagessen verabredet.


Auch heute – am Donnerstag – hat sich mein erster Eindruck bestätigt. Die Atmosphäre im Casa 5 ist für mich sehr viel angenehmer und liebevoller. Wir Volunteers haben ununterbrochen etwas zu tun und werden sogar gefordert. Man hat also wirklich das Gefühl, dass man eine Hilfe für das spärlich besetzte Personal im Casa 5 darstellt. Das freut mich natürlich gleich doppelt! Heute haben wir – wie gestern auch – das Mittagessen zubereitet, dann den Abwasch gemacht, Wäsche aufgehängt, Milch serviert, wieder den Abwasch gemacht, das Mittagessen für morgen vorbereitet und dann für ein paar Mates mit dem Personal vom Casa 5 zusammengesessen. Fazit: Viel Arbeit und ein angemessener Abschluss. Und ruck zuck war es auch schon 5 Uhr! Die Zeit ist rasend schnell umgegangen und ich hatte wirklich das Gefühl, das wir auch einiges geschafft haben. Außerdem sprechen wir im Casa 5 sehr viel mehr Spanisch, was natürlich noch ein weiterer Pluspunkt ist…

…und wir haben nicht einmal Siesta gemacht! Lachend

 

Ich hoffe, dass die Arbeit weiterhin so viel Spaß macht wie die letzten beiden Tage.
Jetzt erst mal ein (wohlverdientes) Schläfchen mit Blue October zum Einschlummern!

http://www.youtube.com/watch?v=HpeRI_dTsZU

Ciao!