¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

01Mai
2013

(M)Ein Junggesellinnenabschied

Nein, Spaß beiseite, ich habe natürlich nicht geheiratet. Es gefällt mir hier zwar ziemlich gut, aber ich möchte doch in absehbarer Zeit mal wieder in meine Heimat zurückkehren können. Dafür erlebe ich aber auch echt eine ganze Menge an Dingen hier; in der letzten Woche der besagte Junggesellinnenabschied. 
Voraussetzung war: Es muss Etwas in Rot getragen werden.
Ceci und ich kamen also am Haus an und schon ging der Spaß los: Die "Novia" (so wird hier die Braut auch genannt) musste sich in einem Nonnenkostüm etlichen Prüfungen und Aufgaben stellen, die (natürlich) allesamt in zweideutigem Kontext standen. Dazu wurden etwaige Materialien und Dekoration verteilt (Fotos dazu folgen). Am Schluss wurde dann eine etwas andere Art von Torte serviert, die eine sehr eindeutige Form besaß (davon habe ich leider kein Foto gemacht, lecker war sie aber zweifellos ;-)).
So zurück in die Gegenwart: Heute ist der 1. Mai und natürlich haben auch die Argentinier diesen Feiertag für sich und arbeitsfrei erklärt. Gestern Abend saßen wir mit ein paar Freunden zusammen und haben Empandas mit Käse und Schinken, Fleisch, Arabés (eine andere Form, die mit Zitrone serviert wird) und Zwiebeln gegegessen. Alles seeehr lecker. Irgendwann überkam mich dann die Müdigkeit und ich habe mich ins Bett begeben. An diesem besagten ersten Maimorgen dann ist mir mal wieder schlagartig bewusst geworden, dass nun schon Mai (!!!) ist und mehr als Dreiviertel meines Freiwilligendienstes hier in Argentinien bereits um sind. Und nun kann ich sagen, dass ich mich wirklich freue, dass ich hier sein darf, aber ich mich zweifellos auch auf meine Heimat freue und auf die ganze Erfahrungen, die ich im Laufe meiner Studienzeit werde machen können. Die Zeit hier kann ich wirklich als sehr erfüllt betrachten, aber ich kann (so sehe ich das jedenfalls im Moment) dann auch mit gutem Gewissen und fröhlichem Gesichtsausdruck in meine Heimat Deutschland zurückkehren.
Und auch, wenn es noch verhältnismäßig zu früh ist, darüber nachzudenken, schleichen sich oft mal Gedanken über den bevorstehenden Abschied in Argentinien und den Empfang in Deutschland ein. Aber ich glaube, dass sich dies auch einfach nicht verhindern lässt. Trotz dieser Gedanken kann ich die Zeit hier nämlich wirklich sehr genießen und freue mich auch auf den restlichen Teil.

So viel zu mir, bis bald.

Ines

PS: Fotos dürfen natürlich nicht vergessen werden!

Die Crew vom Konvent San Alfonso... Die Crew mit der Mirna (die Braut in Spee) und ich :-) Ceci, Mirna und ich mit besagter Dekoration