¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

17Sept
2012

Mi mejor amiga está quedando acá?

zu Deutsch: Sie bleibt hier, meine beste Freundin?

Gestern war die Volunteergemeinschaft von Villa Allende (und Córdoba) in Carlos Paz unterwegs, einem Ort in der Nähe der Sierras. Zuallererst sind wir mit Fatima
(einer Bewohnerin des Hogars in Villa Allende) zu ihrer Schule gefahren und
haben uns dort von einer Vorkirmes-Stimmung berieseln lassen. Bei gefühlten 40
°C in Schatten! Sehr anstrengend und ohne Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+
ganz bestimmt nicht zu empfehlen. Im Anschluss daran haben wir uns auf den Weg
nach Carlos Paz gemacht - der Ort liegt ca. eine 3/4 Stunde Busfahrt entfernt
von Córdoba. Dort haben wir uns dann die Umgebung angesehen und uns den Tag mit Milchshakes, Eiscreme (die wir auf der Straße mit Plastiklöffeln verschlungen
haben) und Mojitos versüßt. Seeehr angenehm. Ein Flair, wie im Urlaub.


Als ich dann (gegen halb 12 nachts) wieder Zuhause ankam, erwartete mich ein
vollgedeckter Tisch mit all den Leckereien, die ein gutes Asado ausmachen.
Außerdem Theresas (meine Vorgängerin) Gastfamilie und unsere Nachbarin. Es war
eine wirklich witzige Runde...bis:

UM GOTTES WILLEN, WAS ZUM TEUFEL?!?!
Der  spanische Ausruf klang ungefähr so: DIOS MIO, SAGRADA MADRE MARIA!?!?!


Der Schreck steckte mir wirklich tief in den Knochen, worüber sich am Tisch
alle sehr ausgelassen  amüsiert haben. Das Ende der Geschichte war, dass mein Blick
ständig in Richtung dieses Monstrums glitt, sodass nach und nach die Vermutung
durchsickerte, dass sie wohl   meine beste Freundin sein müsste, weil ich mich doch so um sie sorgte...haha. Guter Witz!      

Natürlich hat sich auch niemand die Mühe gemacht, sie zu entfernen –
ist ja bloß ein riesengroßes, haariges Vieh mit acht Beinen…völlig normal.


Ich habe meine Gastfamilie schon indirekt mit der Tatasache konofrontiert, dass Spinnen nicht gerade meine Lieblingstiere sind, indem ich beim Anblick dieser „Schönheiten“ (Foto folgt) schreiend und mit den Armen rudernd das Weite gesucht habe. Danach musste José mir dann geduldig erklären, dass diese Tiere doch äußerst klein und fragil seien und sie doch mehr Angst vor mir hätten, als ich vor ihnen. Auch 11500 Kilometer entfernt von Deutschland versucht man auf die gleiche Art und Weise (sogar dem gleichen Wortlaut, nur eben in Spanisch) Krisen zu vermeiden. Wirklich beeindruckend!


Jetzt erstmal ne Erholungspause von diesem Schock...Gute Nacht!

Liebe
Grüße an alle,

Ines


Noch ein paar Bilder von Carlos Paz: