¡Adiós Alemania, hola Argentina!

Mein Abenteuer in Südamerika

23November
2012

Weihnachten, Wetterkapriolen und krabbelnde Ueberraschungen

Ich kann es selbst noch gar nicht fassen: Noch einen Monat verweilen und dann ist schon Weihnachten. Die aufgekommen Weihnachtsstimmung Anfang November ist allerdings wieder merklich abgeklungen, nachdem wir am Wochenende und am darauffolgenden Montag die 35 Grad - Marke ueberschritten haben. Sonnenbrand und Pool natuerlich nicht ausgeschlossen. Leider hat sich die Intensitaet der Sonne auch anders bemerkbar gemacht, bei mir hat sich naemlich ein kleiner Virus eingeschlichen. Nichts ernstes, aber ein bisschen nervig ist das schon...
Die gute Nachricht: Ich kann im Haus sitzen und mir den ganzen Tag seelenruhig Harry Potter-Filme auf Spanisch ansehen und nebenbei noch mein Vokabular verbessern.
Mittlerweile bin ich wirklich im Spanischen drin, es fehlt nur noch manchmal an speziellen Woertern, die ich aber meistens so umschreiben kann, dass es verstanden wird. Ein Erfolg!

Dieses Wochenende wird voraussichtlich (scheint mir eines der Lieblingswoerter der Argentinier zu sein, weil man ja nie sicher sein kann) etwas ruhiger. Am letzten Samstag haben wir den 38. Geburtstag meiner Gastmutter gefeiert - natuerlich mit viel Torte, die meine Gastschwester und ich gemeinsam vorbereitet haben - ausserdem mit kleinen Snacks, Sandwiches und "Suessigkeiten-Baeumen".   Feliz Cumple Ceci ♥ Los quiero mucho!
Es war eine wirklich schoene und gesellige Runde, die - natuerlich - ihren Abschluss wieder darin fand, ueber die Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutscher und argentinischer Lebensweisen zu philosophieren.

Dieses Mal ging es vornehmlich um giftige Tierarten. Wer mich im Alltag erlebt, weiss vielleicht, dass ich den groessten Teil des Tages barfuss verbringe. Diese Angewohnheit ist vielleicht in Deutschland "ungefaehrlich" (mal abgesehen von einer befuerchteten Blasenentzuendung), hier allerdings wirklich nicht zu empfehlen. Vor allem nicht im Fruehling bzw. Sommer; es wimmelt von Skorpionen, Lakranen, Spinnen (unter anderem auch die schwarze Witwe, die in Córdoba nicht selten vertreten ist...JA, ich dachte auch, dass es sie nur in Australien gaebe...) und anderen Kriechtieren, die mir ja in Deutschland schon nicht gerade angenehme Wegbereiter sind.
Auf die Frage, welche Gifttiere es denn in Deutschland gaebe, folgte erst einmal eine Denkpause. Das Ende vom Lied war dann, dass ich gegooglet habe, ob es denn ueberhaupt Gifttiere in Deutschland gibt, deren Gift zum Tod fuehren kann. Bis auf Blindschleichen und einige Giftfroesche bzw. Spinnen, die aber ausnahmslos alle Gift besitzen, das den Menschen nicht toeten kann, gibt es wirklich keine Gifttiere in Deutschland. Es sei denn, man ginge in den Zoo...
Insgesamt kann ich erfreut feststellen, dass ich meine Angst vor Insekten und Spinnen aller Art zwar noch nicht ueberwunden habe, aber schon mal etwas naeher in Richtung Akzeptanz gerrueckt bin. Ein weiterer Erfolg!

So, nun werde ich mich wieder vor den Fernseher legen und mir ein paar Spanischvokabeln mit Harry reinpruegeln. Wuenscht mir Glueck!

Bis bald,

Ines

PS: Die allerherzlichsten Glueckwuensche zum Geburtstag an meine Nachbarin Mecky Fontein, die heute 50 Jahre jung wird! Leider kann ich, aus unerfindlichen Gruenden, keine Mail an Euch schicken. Aber ich hoffe, dass Du/Ihr es ordentlich Zuhause krachen lasst! Tiran la casa por la ventana. ("Zerstoert das Haus durch das Fenster" - Eine Phrase, die hier vor und nach ausgiebigen Feiern gern verwendet wird).